Aktuelles Urteil des EuGH (Unisextarife)

Eingetragen am 04.03.2011 um 20:32

Bisher haben Versicherungsunternehmen bei der Kalkulation der meisten Versicherungsprodukte ein individuelles Geschlechterrisiko einkalkuliert. Im Falle einer Rürup Rente war dies die unterschiedliche Lebenserwartung von Männern und Frauen.

So erhält derzeit ein Mann bei gleichem Eintrittsalter und gleicher Beitragssumme eine etwas höhere Rentenzahlung. Da eine Frau im Schnitt fünf Jahre länger lebt, fließt diese verlängerte Rentenphase in die Kalkulation der monatlichen Renten ein. Durch die höheren Risikokosten sinkt dann die Rentenleistung.

Ab dem 21.12.2012 ist damit nach der aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (Rechtssache C-236/09) jedoch Schluss. Denn der EuGH sieht in der bisherigen Kalkulation der Versicherungswirtschaft eine Diskriminierung der Frauen. Um die Gleichbehandlung wieder herzustellen, darf die Versicherungswirtschaft ab dem 21.12.2012 nur noch Unisextarife anbieten.

Im Falle der Rürup Rente würde dies bedeuten, dass die spätere Rentenleistung sowohl für einen Mann wie auch eine Frau gleich hoch ausfallen würde. Die Risikokosten werden dann zu gleichen Teilen aufgeteilt. Dies hat zur Folge, dass die Renten der Männer sinken und die der Frauen steigen werden.

Gute Nachricht

Die Änderung der Kalkulation wird sich nur auf neue Verträge auswirken. Für bestehende Verträge bleibt die alte Kalkulationsgrundlage weiterhin erhalten.

Unsere Empfehlung!

Alle Männer die sich mit dem Gedanken tragen eine Rürup Rente abzuschließen, können sich bis zum 21.12.2012 eine etwas höhere Rentenzahlung sichern. Wer rechtzeitig handelt, profitiert später davon!

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